Vom Allheilmittel der Indianer zum Hausmittel gegen Blasenentzündungen
Für die amerikanischen Ureinwohner waren Cranberries einst Nahrungsmittel und Medizin in einem. Aus den roten Beeren stellten sie Saucen her, verwendeten sie, um Lebensmittel haltbar zu machen, Krankheiten zu behandeln und Wunden zu heilen.
Heute wird die Cranberry weltweit wegen ihres Nährstoffgehaltes und der gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Vor allem als Hausmittel zur Vorbeugung von bakteriellen Blasenentzündungen sind die roten Beeren längst kein Geheimtipp mehr. Neuere Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass die Inhaltsstoffe der Cranberries auch in anderen Teilen des Körpers vor bakteriellen Infektionen schützen.
So hat die Cranberry-Forschung der vergangenen Jahre dazu beigetragen, die Öffentlichkeit über die verborgenen Fähigkeiten der Cranberries zu informieren. Wo die Indianer einst auf ihre Erfahrung vertrauten, ist heute wissenschaftlich belegt, dass Cranberries positiv auf die Gesundheit wirken.
Welche Sorte Cranberries wirkt am besten?
Nach Erkenntnissen des Cranberry Institutes in East Wareham, Massachusetts, spielt es keine Rolle, in welcher Form Cranberries gegessen werden.
"Ob frische, gefrorene oder getrocknete Cranberries, Cranberrry-Saft oder -Sauce – alle Cranberry-Produkte haben den gleichen Nutzen. Deshalb können Sie frei wählen, je nachdem, was Sie und Ihre Familie am liebsten mögen", sagt Dr. Martin Starr, wissenschaftlicher Berater.
Alternative Heilmethoden: Cranberry-Saft für Kinder
Fast ein Drittel aller Eltern in den USA gibt ihren Kindern Cranberry-Saft zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen. Dies geht aus einer Untersuchung des Brenner Children's Hospital hervor, die die Fachzeitschrift Pediatric Annals im April 2005 veröffentlichte.
23 Prozent hielten zuvor Rücksprache mit ihrem Arzt und folgen nun dem allgemeinen Trend zu alternativen Heilmethoden bei Kindern.